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Der „Springinsfeld“ wird flügge.
Tempe - IRONMAN Arizona Triathlon, wenige Minutenschläge zuvor ist das Rennen und der Titel der Premierenveranstaltung in der IRONMAN Weltserie Geschichte geworden. 3athlon.de hat sich mit dem Sieger unterhalten.
3athlon.de: Herr Sultan, wir gratulieren sehr herzlich zu ihrem ersten Sieg bei einem Rennen der IRONMAN Serie. Wie fühlen Sie sich?
Faris Al-Sultan: Natürlich erschlagen, insbesondere, weil ich mich im Rennen nie richtig gut gefühlt habe. Es war ein schweres Ding insgesamt, auch wenn ich weit voraus war.
3athlon.de: Die Reporter der Rennserie auf Ironmanlive.com waren sichtlich von Ihrer Leistung beeindruckt, auch wenn sie sich noch immer an den Laufstil des „Sultans“ gewöhnen müssen. Greg Welch und Heather Fuhr hatten sichtlich Probleme einzuschätzen, ob Sie bereits angeschlagen vom Rad gestiegen sind, oder nur in ihrem unverkennbaren „Looping“-Style die letzte Disziplin antreten. Wie war es denn nun?
Faris Al-Sultan: Puh, es war sicher von allem etwas. Ich nutze wirklich raumgreifende Schritte und das sieht dann insgesamt etwas komisch aus. Letztes Jahr in Roth neben McCormack habe ich mir auch ab und an gedacht, dass ich vielleicht mal kleinere Schritte machen könnte. Aber jeder Athlet hat seine individuelle Technik und ich habe gehört, dass sich mit längerer zeit auf der Langstrecke der Stil sowieso weiter ökonomisiert.
3athlon.de: Also bleibt es zunächst beim „Looping“-Sultan?
Faris Al-Sultan: Vorerst ja, die Zeiten sind ja in Ordnung und mitten in der Saison stelle ich nichts um.
3athlon.de: Zurück zum Rennen. Im Vorfeld waren Sie sich ja nicht sicher, ob das ihr Tag werden könnte. Es wurde dann doch noch ein Triumphzug. Wie war das Rennen aus ihrer Sicht?
Faris Al-Sultan: Das war ein komisches Rennen. Vorher die Erkältung. Dann sind mir wieder ein paar Missgeschicke widerfahren, die nur für Unruhe sorgten.
Vor dem Start ist mein Neo beim Anziehen angerissen, die Sonnenbrille habe ich sofort verloren und meine Tattoos ebenso. Gott sei Dank gab es noch die 2-Euro-Burger-King-Brille. Dann habe ich stehen bleiben müssen um meine Spezialverpflegung zu bekommen, usw.
Saukalt war es auch noch, obwohl es die ganze Woche über gebrannt hat. Megawindig ebenfalls, dass sich alle trotz Staggerrule mächtig aufgerieben haben. „Denker“ Sultan hat natürlich nur die Scheibe im Gepäck, anstatt die Bora einzupacken - passiert halt alles mal aber bitte nicht an einem Tag. Richtig gut gefühlt hab ich mich auch nicht. Vor allem das Schwimmen war echt furchtbar aber offensichtlich kann ich mich durchbeißen oder meine Konkurrenz war einfach noch im Winterschlaf.
3athlon.de: Sie haben bereits erstklassige Performances beim Quelle Challenge Roth abgeliefert, sind von daher nicht nur von den Platzierungen auf Hawaii bekannt. Wie lautet ihr Fazit des heutigen Rennens?
Faris Al-Sultan: Wenigstens bin ich jetzt auch Clubmitglied :-)
3athlon.de: Was ist als nächster Einsatz geplant?
Faris Al-Sultan: Jetzt kuriere ich mich aus und dann freue ich mich auf die Titelverteidigung in Buschhütten. Das Rennen verdient ebenfalls das Prädikat „hart, herzlich und ehrlich“.
3athlon.de: Wir danken für das Gespräch.
(Kai Baumgartner, zum Original)
Name: Faris Al-Sultan
Nationalität: Deutsch
Geburtsort und Geburtstag: München, 21.01.1978
Wohnort: München, Bayern, Deutschland
Beruf: Profi-Triathlet,
Studium der Geschichte und Kultur des Nahen Orients (derzeit ausgesetzt)
Familienstand: ledig
Vereine: TV Thalmässing (Erststartrecht),
Triathlon Team Witten (Zweitstartrecht), 3athlon.org e.V. (Ehrenmitgliedschaft),
Freier Wassersport München (Schwimmverein)
Erfolge: 1 x Hawaii Champ, 4 x Deutscher Meister,...